fbpx
Seite wählen

Stell‘ dir vor du sitzt neben deinem Kumpel im Flieger und das Essen kommt. Ihr klappt beide die Tische herunter, du schaust hinüber und während bei ihm zwischen Tisch und Bauch noch ein ganzes Lineal gepasst hätte (längs!!!), landet dein Tisch schön breit auf deiner Plauze!

Auch die Hoffnung und der tatsächliche Versuch, dass mein Tisch vielleicht weiter herausgezogen war als seiner hat sich schnell als Fantasie entpuppt.  

Das war für mich das zweite deutliche Signal, dass etwas nicht mehr ganz stimmt. Das erste waren die Ergebnisse meines Ü35 Checkups und der besorgte Blick meines Hausarztes. Resultat: Leicht-fortgeschrittene Fettleber, sehr schlechte Blutwerte und einen Blutdruck von ca. 175 zu 115. Die Krankenschwester wäre fast vom Hocker gekippt.  

Da war ich nun, 36 Jahre alt – 128.5 kg auf den Rippen, täglich 2 Kombi-Präparate an Blutdruckmitteln und die Gewissheit, wenn das so weiter geht, gibt die Leber irgendwann auf. Und dennoch hat es fast ein ganzes Jahr gedauert, bis ich die Kraft hatte, etwas wirklich zu ändern. 

Mein stattliches Gewicht war noch nie ein Problem für mich. Ich war schon immer schwer, bis auf 2 Jahre in meinen 20ern, die nicht durchhaltbar waren. Ich war erfolgreich in allen typischen Belangen des Lebens – tolle Freundin und Familie, enge Freunde, guter Job. Dazu war ich schon immer gut im Sport (Tischtennis, Volleyball, Badminton, Tennis, Fußball). Und trotz meiner 115 – 120 kg vor einigen Jahren sah ich „nicht so dick aus wie mein Gewicht“.

Das Testergebnis war ein Schock. Ich hatte keinerlei gesundheitliche Beschwerden und dachte immer, dass bei 118kg automatisch Schluss ist und ich nicht mehr zunehme. Doch so funktioniert das Ganze leider nicht. Die Psyche hat einige Tricks auf Lager, die es immer wieder schaffen, das hohe Gewicht als nicht ganz so schlimm einzustufen. 

Kurz nach dem Test bin ich zu einer Ernährungsberaterin. Das hat für mich leider gar nicht funktioniert. Von ca. 2800 kcal auf 1800 kcal am Tag runter und sonst keine Veränderung ist einfach schwer machbar und zu einseitig. Dieser Fehlschlag hat mich dann auch nicht wirklich motiviert.  

Ganze 8 Monate später war es schließlich so weit: Ich hatte endlich genug Energie, um doch einmal das Fitness Studio in der Nähe auszuprobieren (nach jahrelangem „könnte man doch einmal hingehen“).

Meine Erwartung war, dass ich vielleicht 1-2-mal die Woche auf dem Laufband herumhüpfe und planlos Kraftübungen machen werde. Wenn ich Glück habe, wird mir das Personal ein paar Übungen erklären. Die Einstellung war schonmal nicht so vielversprechend, aber besser als nichts!

Zufälligerweise gab es ein Personal Training Schnupperangebot. „Na wenn schon, denn schon“ dachte ich mir und habe das Ganze gebucht. Schließlich investiert man in sich selbst, oder?!

Meine Erwartung war immer noch, dass es wahrscheinlich sowieso nichts wird. Im August 2019 hatte ich schließlich meinen ersten Termin mit einem Personal Trainer. Und so haben Philipp und ich uns kennen gelernt und gemeinsam angefangen mein Leben zu verändern. 

Personal Training war mir schon immer etwas suspekt. Man hört zwar von Stars, die alle ihren eigenen Trainer haben, der ihnen mittels einer Kombination aus krassen Übungen und geheimer Shakes den Traumkörper hinzaubert. Aber sowas ist nicht wirklich etwas für mich, oder doch?  

Neben dem durchaus beachtlichen finanziellen Investment muss der Trainer auch zu einem passen. Für mich heißt das, ich möchte keinen „Drill Sergeant“ der mich, wie oft in (schlechten) Filmen gesehen, permanent anbrüllt und zur Schnecke macht. Das löst bei mir nur Widerstand aus und wäre über die erste Stunde nicht hinaus gegangen.

Die andere Variante, die ich bereits vor vielen Jahren erlebt hatte, ist der Typ: „Ich zeig dir wie schlecht du in Form bist“ – der dich beim Probetraining so hart herannimmt, dass du tagelang Muskelkater hast und dich daran zweifeln lässt, wie du es überhaupt jemals geschafft hast ein paar Schritte selbstständig zu gehen. Ich wusste auch schon vorher, dass ich außer Form bin – Danke! 

Glücklicherweise hat das Studio mir Philipp für meine 2 Probestunden zugewiesen. Beim ersten Treffen machte er gleich einen offenen und freundlichen Eindruck. Anstatt mich sofort mit irgendwelchen Übungen zu quälen, haben wir uns erst einmal über meine Erwartungen, Ziele und wie viel Zeit ich für das Training pro Woche aufwenden möchte unterhalten. Wir haben auch besprochen, welche Erlebnisse (positiv und negativ) mich die letzten Jahre beeinflusst haben. Zu meiner Überraschung schien er sich wirklich Gedanken zu machen. 

Die ersten beiden Sessions haben mir gezeigt, dass Philipp’s Ansatz anders war. Wir haben uns langsam an mein aktuelles Fitness-Level herangetastet. Dabei hat er immer darauf geachtet, ob ich Übungen richtig ausführe und wo meine Schwachstellen sind. Ganz ehrlich – zu Anfang wäre es einfacher gewesen meine Stärken, anstatt meine Schwächen zu finden – vielleicht hat er das ja auch insgeheim gemacht … Zu meiner Überraschung hat er mir gleich gesagt, dass die 30 Minuten auf dem Laufband nicht nötig sind und wir uns auf Muskelaufbau und Ernährung konzentrieren. 

Wir sind nicht gleich zu vielen der klassischen Übungen gegangen, da mir an wichtigen Stellen die unterstützende Muskulatur fehlte, ohne die Verletzungen vorprogrammiert sind. Als es an der Zeit war zu entscheiden, ob ich mit dem PT weiter mache, hatte ich kurz gezögert und dann doch entschieden es zumindest für ein paar Monate zu probieren. Das hätte ich nie gemacht, wenn die ersten beiden Stunden nicht so positiv verlaufen wären. 

Danach ging alles gefühlt recht schnell. 1mal die Woche PT mit Philipp und 2mal selbst ins Studio gehen. Dazu wie gewohnt weiterhin Tischtennis spielen.

Meine Ernährung haben wir auch umgestellt. Viel Eiweiß, wenig Fett und Kohlenhydrate. Anstelle des krassen Einschnittes haben wir meine Kalorienzufuhr schrittweise angepasst. Schlechte Snacks durch gute ersetzt, typische nicht-so-satt-machende Beilagen ausgetauscht. Das alles, ohne explizit Kalorien zu zählen oder bestimmte Zwänge aufzubauen. Und schon nach den ersten 2 Wochen habe ich mich fitter gefühlt, mehr Energie gehabt und die ersten Pfunde sind auch schon gepurzelt. Das macht gleich Lust auf mehr! 

Ich habe es dann auch geschafft die ersten 3 Monate regelmäßig ins Studio zu gehen und so meine neue Routine zu etablieren und zu festigen. 3mal die Woche Fitness, 2mal was anderes. Das “Andere” war anfangs Tischtennis. Während der Lockdowns habe ich es das dann durch Joggen ersetzt. Insgesamt ca. 4-5 Stunden pro Woche Sport, gar nicht so viel Zeitaufwand wie gedacht.  

Die ersten 10 kg sind relativ schnell runter und der Unterschied wird natürlich bemerkt: T-Shirts passen auf einmal besser oder sind gar zu groß, man bekommt Komplimente wie „du schaust aber schlanker aus“ und „von dir war auch schon mal mehr da“. Meine Freundin war so überrascht von den Fortschritten, dass sie sich auch entschloss mit Philipp zu trainieren. Erfolg ist ansteckend! 

Natürlich ist es nicht immer einfach. Überwindung, die Fähigkeit „Nein sagen zu können“ und eine ordentliche Portion Motivation sind hilfreich. Letztere kommt automatisch nach den ersten Erfolgen. Im Fitness Studio zu trainieren, liegt nicht jedem. Vor allem wenn man nicht so fit ist, wie viele andere. Davon aber bitte nicht abschrecken lassen, denn wie soll man denn fit werden, wenn man nur als bereits fitter Mensch ins Fitness-Studio gehen darf?!

Außerdem „spielt man gegen sich selbst“ und was die anderen machen ist nicht wirklich von Bedeutung für die eigene Gesundheit. Ganz unter uns: Nach den ersten Monaten habe ich schon angefangen zu schauen, was andere so an Gewicht bewegen und ein bisschen Wettbewerb hat noch nie geschadet.

Philipp hat mittlerweile sein eigenes, privates Studio in dem man “one-on-one” mit ihm trainiert. Nie mehr an Geräten warten müssen und man braucht sich auch keine Gedanken, um die Blicke anderer zu machen.  

Philipp hat mich Stück für Stück aufgebaut. Mit sinnvollen Methoden, die den ganzen Körper stärken, ohne dabei meine Gesundheit zu gefährden. Richtige Ausführung ist wichtiger als möglichst viel Gewicht darauf zu legen. Wenn es einmal nicht weiter ging, hat er sich angeschaut welche Muskelpartie der Schwachpunkt ist und dann haben wir uns darauf konzentriert, bevor es mit der Hauptübung wieder weiter ging.

Mein Blutdruckproblem sind wir einerseits durch Abnehmen angegangen, anderseits auch mit dem höllischen Foltergerät „Air Bike“. Uns verbindet eine Hass-Liebe. Man muss zwar nur 10-60 Sekunden drauf, aber dafür sind die so krass, dass man danach erstmal ein Sauerstoff-Zelt benötigt. Aber es hat gewirkt! (und tut es immer noch) 

In Sachen Ernährung war Philipp eher ein Wegweiser als ein strikter Diätplan-Lieferant. Es geht ihm darum, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe, anstatt mir bestimmte Rezepte aufzuzwingen. Ich snacke einfach gerne. Schoki hier, Eis da etc. Zum Glück gibt es mittlerweile sehr leckere Proteinriegel mit wenig Zucker! Da kann man immer noch naschen, ohne den Blutzuckerspiegel zu stark ins Wanken zu bekommen. Für mich hat es das Ganze sehr erleichtert. Auch Flavor Drops und Powders sind super, um langweilige Produkte wie Skyr oder Magerquark richtig lecker zu machen. 

Als wir angefangen hatten, dachte ich, dass runter auf 115kg drin sein wird. 110kg wäre traumhaft, aber daran habe ich nicht wirklich geglaubt. Oh Mann, lag ich daneben! Je mehr man sich mit Fitness befasst, desto besser versteht man sich und seinen Körper. Abnehmen und Fitness werden verständlich und machbar. Ich bin jetzt mit dem Wissen ausgestattet Optionen abzuwägen und die für mich richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wenn ich Lust auf Schokolade oder ein Schnitzel habe, dann kann ich jetzt besser entscheiden, ob ich „mir das gönne“ oder doch nicht. Ich hatte die 110kg bereits nach 6 Monaten erreicht, im Februar 2020 zu meiner Hochzeit. Ein Jahr später war ich bei 104kg und jetzt, weitere 4 Monate später bin ich bei 93kg. Das hätte ich NIE für möglich gehalten!  

Auch die Corona Lockdowns konnten mir dank Philipp nichts anhaben. Wenn Personal Training nicht erlaubt war, habe ich einfach zu Hause trainiert und Philipp per Video dazugeschaltet. Ging wunderbar! Während etliche Menschen in meinem Umfeld eher ein paar Corona-Pfunde zugelegt haben, wurde ich immer dünner und fitter. 

Dem/Der aufmerksamen Leser/in wird aufgefallen sein, dass mein Gewicht von Feb 2020 bis Feb 2021 sich nicht so drastisch verändert hat. Da „macht man Diät“, hängt sich rein und dann geht es nicht wirklich vorwärts. Das hat mehrere Gründe: 1. In der Zeit hat sich mein Körper trotzdem verändert. Mehr Muskeln, bessere Definition, erhöhte Fitness. 2. Ich bin auch nur ein Mensch und hatte einfach mehrere Monate, in denen ich nicht ganz so diszipliniert gegessen habe. Und trotz Cookies, Schoki und anderen „schlimmen Sachen“ habe ich abgenommen und wurde fitter.

Das zeigt einfach, dass der Ansatz an sich stimmt. Es ist keine Crash Diät mit Jo-Jo Effekt, sondern ein Konzept der richtigen Entscheidungen, welches man sein Leben lang anwenden kann. Ich kann selbst entscheiden, was und wie ich es erreichen möchte.

Mein Ziel war es nicht, in 12 Monaten 30 kg abzunehmen. Ich wollte einfach langfristig fitter werden, ein gesundes Gewicht erreichen und mich dabei aber wohl fühlen. 

Im Februar 2021 hatte ich beschlossen „wieder anzugreifen“. Kalorien-Tracking hat mir dabei sehr geholfen. Seit Monaten nehme ich pro Woche 0,6 kg ab. Jede Woche! Ohne zu hungern.

Mein Ziel ist es auf 90kg zu kommen und dann meine Ernährung auf Halten oder leichten Kalorienüberschuss umzustellen, um den Muskelaufbau zu fördern. Schließlich war ich jetzt fast 2 Jahre lang so gut wie permanent im Defizit. Ich konnte trotzdem Muskeln und Kraft aufbauen (da ich fast bei Null angefangen hatte). So richtig stärker werden geht aber nur, wenn der Körper auch etwas hat, dass er umwandeln kann. 

Ich weiß, dass die ersten Schritte die schwierigsten sind. Und oft sieht es aussichtslos oder zu schwer aus. Es lohnt sich aber und ist viel machbarer als man denkt! Das Leben wird einfach einfacher!

Es geht nicht darum X kg in Y Monaten loszuwerden. Sondern darum den richtigen Weg für sich zu finden. Und genau dabei hat Philipp mir geholfen. Und hilft mir immer noch.

Abnehmen und fit werden ist ein Marathon. Und es wird dich dein Leben lang begleiten. Das ist aber super, da du es in deiner Hand hast.

Es geht nicht um Verbote und Einschränkungen, sondern um die richtigen Entscheidungen.  

Erfolge: 

  • Von 128.5 kg runter auf 93 kg  
  • Ich habe seit März 2021 ALLE Blutdruckmedikamente abgesetzt! (Mein Hausarzt hat sowas noch nie gesehen) 
  • Meine Leber ist wieder vollkommen gesund 
  • Alle Blutwerte sind top 
  • Ich bin wesentlich fitter, beweglicher und habe einfach viel mehr Energie und Freude am Leben 

Hätte ich das auch allein geschafft? Vielleicht! Aber bestimmt nicht so effizient, gesund und motiviert. Philipp’s positive Natur und breites Fachwissen waren eine enorme Hilfe und der rote Faden, der abnehmen und fit werden leicht gemacht hat. 

Wolfgangs Transformation von 2019 – 2021